Der privilegierte Erwerb im Familienrecht

Der so genannte privilegierte Erwerb ist in § 1374 II BGB geregelt. Demnach ist Vermögen, welches ein Ehegatte nach Eintritt des Güterstands von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht, durch Schenkung oder als Ausstattung erwirbt, wird nach Abzug der Verbindlichkeiten dem Anfangsvermögen hinzuzurechnen, soweit es nicht den Umständen nach zu den Einkünften zu rechnen ist. Damit sollen diese Erwerbe vom Zugewinnausgleich ausgeschlossen sein. Denn der Zugewinnausgleich soll dazu dienen, den anderen Ehegatten an der gemeinsamen Lebensleistung zu beteiligen, nicht an dessen Erbansprüchen. Das Gesetz sieht daher den Erwerb von Vermögensgegenständen, der nur auf eine besondere Nähebeziehung zum Veräußerer gegründet ist, als privilegiert an und nimmt solche Vermögensgegenstände vom Zugewinn aus. Zuwendungen von Eltern an das eigene verheiratete Kind sind nach herrschender Meinung als privilegierter Erwerb i.S.d. § 1374 BGB zu bewerten ...Zum vollständigen Artikel


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