Wenn der ältere Liebhaber seine Rolex-Uhren zurück haben möchte

von Stephan Weinberger

Zwei bis drei mal pro Woche besuchte ein 70 Jahre alter Münchner eine Frau, die nur halb so alt ist wie er. Sie sprachen untereinander von “Schatzi”, unternahmen Einkäufe und kochten zusammen. Das Landgericht München I stellt zu dieser “Beziehung” hingegen nüchtern fest, dass der Mann “für Dienstleistungen der Frau, in erster Linie sexueller Natur, regelmäßig bezahlt” hätte. Der Mann verlangt jetzt wertvolle Rolex-Uhren von der Frau zurück. Die Wertgegenstände sind aber längst verkauft.

Die Frau bestreitet standhaft, dass sie als Prostituierte tätig sei. Der Mann sei ihr Freund gewesen. Dieser hatte nun Klage gegen die Frau auf Herausgabe von zwei Rolex-Uhren erhoben. Den Anspruch begründet der Kläger damit, dass er die Uhren “nur zur Aufbewahrung” gegeben haben will. Seine Bekannte hat die teuren Chronometer offenbar als eine Altersversorgung verstanden und verkauft.

Eine neue Rolex-Armbanduhr für die Begleiterin gab es schon im Herbst 2012. Gemeinsam wurde eine längere Thailand-Reise geplant. Schließlich übergab er der Frau je eine goldene Rolex GTM Master II und Day Date. Wie seine Anwältin als Zeugin aussagte, wollte er die Frau “absichern, falls ihm was zustößt”. Jede Uhr hat einen Wert von rund 10 000 Euro ...

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