„Mollath – und plötzlich bist Du verrückt“

von Liz Collet

Regisseurin Leonie Stade hat zusammen mit Annika Blendl den dokumentarischen Film „Mollath – und plötzlich bist Du verrückt“ gemacht, der am heutigen Freitag (26. Juni) Premiere beim Filmfest München hat. Ihren Film kennzeichnet, dass sie keine Position pro oder contra Mollath einnehmen, sondern die Wertung dem Zuschauer überlassen.

Herausgekommen ist ein Film, der Mollath als einen Menschen in seinen vielen Facetten zeigt, ihn respektvoll behandelt und dem Zuschauer die Möglichkeit gibt, sich einen Eindruck von ihm zu verschaffen, der ungeachtet der exzessiven Berichterstattung vor, während und nach dem schliesslich endlich erfolgtem Wiederaufnahmeverfahren nur begrenzt möglich war. Einer Berichterstattung, bei der skandalsierend und vielfach weit entfernt von wenigstens dem Versuch objektiv-neutraler Berichterstattung polarisierend und positionierend nicht wenige Medien Partei ergriffen. Nicht zwingend parteilich auf der Grundlage objektiver Tatsachen und Fakten.

Die Studentinnen der Münchner Filmhochschule waren für ihr Werk zwei Jahre lang mit Mollath und anderen Menschen unterwegs, die mit seinem Fall zu tun hatten. Dazu gehört auch Mollaths früherer Anwalt Gerhard Strate, ebenso wie zwei Journalisten und ein Freund Mollaths. Sie hatten Gelegenheit, ihre Meinung, ihre Sichtweise zu schildern, die jeweils ein Stück der Wahrheit bilden, die aus der Sicht der Einzelnen durchaus auch unterschiedliche Facetten bilden kann.

72 Stunden Film-Material entstanden, 90 Minuten sind vom 9. Juli an im Kino zu sehen ...

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