Staatsanwaltschaft durchsucht Asklepios Kliniken Altona und Wandsbek

von Liz Collet

Berichten zufolge hat die Staatsanwaltschaft Hamburg gestern Teile der Asklepios-Kliniken Altona und Wandsbek durchsucht und Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen einen Arzt aufgenommen. In einer Strafanzeige, die Berichten zufolge dem NDR 90,3 und “Panorama 3″ vorliege, wird dem Arzt vorgeworfen, einen 29-Jährigen im März 2014 nach einer Gehirnblutung zu spät behandelt zu haben, der Patient verstarb.

Nach NDR Informationen sicherte die Staatsanwaltschaft Unterlagen, die mit dem Tod des 29-Jährigen zu tun haben. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, laute der Tatverdacht auf fahrlässige Tötung.

Der 29-jährige Thomas S. war im März 2014 per Rettungswagen mit Kopf- und Nackenschmerzen, sowie Übelkeit in die Notaufnahme der Wandsbeker Asklepios-Klinik eingeliefert worden. Nach NDR Recherchen habe der behandelnde Arzt offenbar nicht die Schwere seiner Erkrankung erkannt und ihn ins Wartezimmer verwiesen. Thomas S. erlitt in der Folge einen schweren Krampfanfall. Die Ärzte stellten daraufhin eine schwere Hirnblutung fest, an deren Folgen der Mann nach zwei Tagen verstarb. Zuvor war er noch für eine Notoperation in die Asklepios-Klinik Altona verlegt worden.

Auf Anfrage teilte – wie berichtet wird – Asklepios Bedauern zu dem Fall mit und dass alle Bemühungen der Staatsanwaltschaft unterstützt würden, es handle sich um einen besonders tragischen und schicksalhaften Verlauf und es sei unklar, ob dem Patienten bei einer sofortigen Behandlung noch hätte geholfen werden können. Bei der Übergabe des Patienten durch die Besatzung des Rettungswagens und der klinischen Erst-Begutachtung habe es keine Anzeichen für eine akut bedrohliche Erkrankung gegeben ...

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