Ro|bo|ter|ju|rist

Die Frage, ob ein Computer in Zukunft den Beruf des Rechtsanwalts bzw. der Rechtsanwältin ersetzt, hat derzeit Konjunktur. Der Computer bzw. künstliche Intelligenz sind in der Arbeitswelt auf dem Vormarsch und machen auch vor Rechtsanwälten, Richtern, Staatsanwälten, kurzum den juristischen Berufen nicht Halt. Auf den ersten Blick scheint es zwar Berufe zu geben, bei denen der Einsatz von Computern näher liegt – man denke nur an selbstfahrende Autos, Übersetzungsdienste, Maklertätigkeiten. Die Rechtsberatung durch einen Roboter drängt sich dagegen nicht unmittelbar auf, vor allem weil ein Rechtsstreit für die Betroffenen häufig emotional belastend ist und die anwaltliche Tätigkeit ein Vertrauensberuf. Dennoch scheint der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Rechtsberatung nicht ausgeschlossen.

Was macht anwaltliche Arbeit aus?

Sucht man eine Antwort auf die Frage, ob der Roboterjurist tatsächlich vor der Tür steht, ist es notwendig, sich die Tätigkeit des Rechtsanwalts bzw. der Rechtsanwältin genauer anzuschauen.

Der Nutzen der Rechtsberatung liegt darin, dem Mandanten einen „richtigen“ Rat zu geben und ihn damit zu entlasten. Dabei bedeutet „richtig“ nicht nur „rechtlich zutreffend“, sondern auch unter Berücksichtigung der relevanten wirtschaftlichen, persönlichen und sonstigen Umstände. Um eine solche Empfehlung auszusprechen, bedarf es verschiedener Kenntnisse und Fähigkeiten: Zum einen braucht der Anwalt bzw. die Anwältin fachliche Kompetenz, also juristisches Wissen und Berufserfahrung und er muss beides, also Wissen und Erfahrung, auch situationsgerecht anwenden können. Schließlich bedarf es eines kommunikativ-empathischen Elements, also u.a. die Fähigkeit herauszufinden, was das Anliegen des Mandanten ist und was er wirklich braucht. Die Entlastung des Mandanten kommt dadurch zustande, dass sich jemand der Sache annimmt, der Distanz zu ihr hat ...

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