Ich weiß wo du bist!

von Daniel Stolper

Die Furcht vor der Erstellung von Bewegungsprofilen kann bereits als datenschutzrechtlicher „Klassiker“ angesehen werden. Die Möglichkeit, solche Bewegungsprofile zu erstellen, wird dabei häufig als Argument gegen die Einführung verschiedener Verfahren, wie z.B. die PKW-Maut oder die Vorratsdatenspeicherung angebracht. Auch in Bezug auf das „Internet der Dinge“ wird diese Befürchtung immer wieder vorgebracht.

Die Möglichkeit des Erstellens von Bewegungsprofilen ist bei den genannten Beispielen dabei zumeist eher Nebenprodukt und kein Hauptzweck der jeweiligen Verfahren. Von den Verantwortlichen wird dann auch stets beteuert, dass gewonnene Daten nicht dazu benutzt würden, um Bewegungsprofile zu erstellen.

Bewegungsprofile bei Facebook

Etwas anders stellt sich das Ganze beim Facebook-Messenger dar. Hier ist das Versenden von Nachrichten mit sog. Location-Tags bereits seit einiger Zeit ein eigenes Feature, das auch aktiv beworben wird.

In der Beschreibung der Android-App heißt es dazu:

„Aktiviere die Ortungsdienste, damit Personen wissen, wenn du in der Nähe bist.“

Tatsächlich ist ein „Aktivieren“ aber gar nicht nötig, denn zumindest in der mobilen Version des Messengers ist dieses Feature bereits standardmäßig aktiviert. Wenn man seine Ortsinformationen nicht mitsenden möchte, muss dies in der jeweiligen Einzelnachricht oder in den Einstellungen der App deaktiviert werden ...

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