Berichte aus der Parallelwelt, Teil 5 – Rechtsrelevanz im Medium Internet – Der universitäre Umgang mit dem Thema Urheberrecht

von Malte Meyer

Berichte aus der Parallelwelt, Teil 5 – Rechtsrelevanz im Medium Internet – Der universitäre Umgang mit dem Thema Urheberrecht

Von Malte Meyer, 22. Juni 2015

Mitte Oktober des letzten Jahres besuchte ich mit großer Vorfreude ein Seminar an meiner Universität, in welchem der Umgang mit historischen Quellen im Internet thematisiert wurde. Es wurde in den Bereich E-Learning kategorisiert, in welchem so genannte Einführungsvideos zur Textrecherche im Medium Internet konzipiert werden sollten.

Die Grundidee ist lobenswert, denn gerade Historiker lernen das Internet als keine oder nur wenig relevante Zitationsquelle kennen, der sehr skeptisch gegenüber gestanden wird.

Als Grundlage des eigens zu erstellenden Films wurde Microsofts beliebte Präsentationssoftware PowerPoint genannt, dessen kreative Möglichkeiten man für seine Arbeit nutzen sollte. Mal davon abgesehen, dass das Programm PowerPoint darauf basiert, dass Einzelbilder beziehungsweise Einzelfolien hintereinander gezeigt und zu einer Präsentation kombiniert werden und sich somit nicht für das Medium Film oder Video eignet, hätte innerhalb des Seminarprogramms erklärt werden müssen, in welchem Umfang es gestattet ist, urheberrechtliche Werke zu verwenden, insbesondere in Bezug auf Bild-, Video- und Tonquellen.

Erst meine Nachfragen zur Veröffentlichung von Medien im Internet ließ das Thema zur Sprache kommen, man versuchte, mich zu umgehen. Ich wandte mich im Auftrag der Lehrperson an meine Kommilitonen, ich fragte nach, ob es erlaubt wäre, eine Präsentation einfach so ins Internet zu stellen. Meine Mitstudenten wussten an dieser Stelle auch nicht weiter und fanden meine Nachfrage abwegig. Diese Reaktion verwunderte mich sehr und ließ mich einige Nachforschungen anstellen ...

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