Opfer im Prozess wegen versuchten Mordes: Messer im Rücken „war doch keine große Sache“

von Stephan Weinberger

Ungewöhnlich klangen die Worte eines Mannes, der Opfer einer heftigen Messerattacke seiner Freundin wurde. Acht Zentimeter tief steckte das Fleischermesser zwischen den Schulterblättern. Den Behandlungsunterlagen zufolge hatte der Mann es nur dem Zufall zu verdanken, dass die Verletzung nicht lebensgefährlich war.

Das Messer verfehlte nur knapp die Lunge und blieb an der Wirbelsäule stecken. Sowohl bei der polizeilichen Vernehmung als auch auf dem Gerichtsflur in Köln ist der seit Jahren alkoholabhängige Mann der festen Überzeugung „das war doch keine große Sache“.

Auf der Anklagebank des Schwurgerichts sitzt Diane K., ebenso wie ihr geschädigter Freund 47-Jahre alt, und sagt unter Tränen aus: „Es war ein schrecklicher Anblick. Ich dachte, er verblutet“. Die Tat spielte sich im März vergangenen Jahres ab. Während ihr Freund vor dem TV-Gerät saß, nutzte Diane K. die Arg- und Wehrlosigkeit des späteren Opfers aus und stoß mit einem Fleischermesser in den Rücken des Mannes. Das Opfer rannte auf die Straße und wartete dort auf den Notarzt, auch die Polizei verständigte er zuvor noch selbst. Die Anklage: Versuchter Mord ...

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