Strenge Maßstäbe bei der Nutzung von fremden Bildern

von Martin Vollmer

Wer Dritte, z.B. eine Werbeagentur, mit der Erstellung einer Homepage, beauftragt darf sich nicht darauf verlassen, dass ihm die Nutzung der hierbei verwendeten Bilder auch erlaubt ist. So hat das OLG München (Beschluss v. 15.01.2015, Az.: 29 W 2554/14) kürzlich entschieden, dass für die Nutzung von Bildern im Online-Bereich strenge Anforderungen an die Sorgfaltspflicht gelten. Der Fall Im konkreten Fall hatte die Beklagte eine Werbeagentur mit der Gestaltung des Internetauftritts beauftragt. Die Werbeagentur verwendete dabei ein Foto eines Dritten, ohne selbst Rechteinhaber in Hinblick auf die zu sein. Ebenso wenig hat die Werbeagentur eine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber getroffen. In der gerichtlichen Auseinandersetzung wurde die Beklagte vom Urheber (Fotograf) wegen der Verletzung des Urheberrechts in Anspruch genommen. Die Beklagte verteidigte sich mit dem Argument, dass ihr von der Werbeagentur versichert worden sei, dass diese Inhaber der Rechte an dem verwendeten Bild sei. Das OLG München ließ dieses Argument nicht gelten. Es sei Aufgabe der Beklagten, das Nutzungsrecht zu prüfen. Hierbei sei es nicht ausreichend, sich auf die Aussage der Werbeagentur zu verlassen, dass diese entsprechende Nutzungsrechte vom Urheber erworben habe ...

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