BGH kippt pauschale Stornogebühren der Reiserveranstalter

Tritt ein Reisender aus Gründen von der Reise zurück, die nicht in den Risikobereich des Reiseveranstalters fallen (plötzliche Erkrankung, Trennung von Mitreisenden, Verlust des Arbeitsplatzes etc.) so muss der Reisende einen Teil des Reisepreises, die Stornoentschädigung, zahlen. Die meisten Reiseveranstalter haben in Ihren AGB-Klauseln, die die Höhe dieser Stornogebühren festlegen. Nach dem Urteil des BGH vom 09.12.2014 (Az. X ZR 13/14) kann davon ausgegangen werden, dass diese Storno-Klauseln im Reisevertrag sämtlich unwirksam sein dürften, da sie gegen den Grundsatz aus § 651 i Absatz 3 BGB verstoßen. Demnach ist es zulässig, eine pauschale Entschädigung im Falle des Rücktritts vor Reisebeginn zu vereinbaren. Die Pauschale muss dem typischen Schaden, der des Reiseveranstalters durch den Rücktritt des Kunden entsteht, entsprechen. Der Nachweis, dass dies der Fall ist, obliegt dem Veranstalter. Der muss hinreichend darlegen, dass die verlangten Rücktrittspauschalen unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und anderweitigen Verwertung berechnet wurden ...Zum vollständigen Artikel


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