Was kostet eine Mittelstandsanleihe?

(aus AnlegerPlusNews 5/2015) Viele Anleger fragen sich angesichts der aktuellen Entwicklungen am Anleihemarkt für Mittelstandsunternehmen, wie viel von ihrem eingesetzten Geld wirklich bei dem Unternehmen ankommt. Oder diese Frage anders gewendet: Wie hoch sind eigentlich die Kosten, die die Emission einer Mittelstandsanleihe verschlingt? In Zeiten des Niedrigzinses und der geänderten Geschäftspolitik der Banken, die wieder verstärkt Bereitschaft zeigen, mittelständische Unternehmen zu finanzieren, stellt sich die Frage, ob der Nutzen einer begebenen KMU-Anleihe den Aufwand der Emission rechtfertigt. Geteilte Meinungen Als die Börse Stuttgart im Jahre 2010 mit dem Segment Bondm die Mittelstandsanleihe aus der Taufe hob, verlief die Kreditvergabe an KMUs vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzkrise bekanntlich deutlich schleppender und eine neue Form der Mittelstandsfinanzierung war hoch willkommen. Heute verlautet von derselben Börse, dass das genannte Segment tot sei und lediglich für die Unternehmen interessant sei, die anderweitig kein Geld bekämen. Dass diese Meinung nicht von allen Anbietern geteilt wird, zeigt nicht zuletzt der Marktführer Frankfurt. Dessen Entry Standard gibt mit der vorzeitigen Schließung des Orderbuchs bei der Emission der Anleihe der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH eine positive Richtung für das Jahr 2015 vor. Kosten für Rating und Prospekt Neben allen Vor- und Nachteilen, die die Ausgabe einer Mittelstandsanleihe mit sich bringen kann, sollten sich Unternehmen zunächst über die anfallenden Kosten im Klaren sein. Das Fachmagazin "Finanzierung im Mittelstand" (01/2013) veröffentlichte vor einiger Zeit eine Untersuchung, nach der bei Begebung einer Mittelstandsanleihe - ausgehend vom durchschnittlichen Emissionsvolumen von 30 Mio. Euro (Median) - mit Emissionskosten von durchschnittlich 4,5 % des angestrebten Platzierungsvolumens bzw. rund 1,5 Mio. Euro zu rechnen sei ...Zum vollständigen Artikel


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