Unbefugtes Herstellen von Bildaufnahmen

von Jesko Baumhöfener

Das Tatbestandsmerkmal des „unbefugten Herstellens“ i.S.d. § 201a I Nr. 1 StGB (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen) ist zumindest dann gegeben, wenn die Abbildungen von den Tatopfern der eigenen Person zugeordnet werden können.

Gynäkologe filmt heimlich Untersuchungen seiner Patientinnen

Der Angeklagte wurde vom Landgericht Frankenthal u.a. wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs gemäß § 201a I Nr. 1 StGB in 1467 Fällen sowie wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses in drei Fällen in Verbindung mit einer Strafbarkeit nach § 201a I Nr. 1 StGB verurteilt. Er hatte als niedergelassener Gynäkologe über mehrere Jahre hinweg die Untersuchungen seiner Patientinnen heimlich gefilmt, fotografiert sowie im Anschluss katalogisiert und auf verschiedenen Datenträgern gespeichert. In einigen Fällen waren seine Opfer dabei auch minderjährig. Seine Strafe bestand aus einer Haft von drei Jahren und sechs Monaten sowie einem vierjährigen Arbeitsverbot als Frauenarzt ...

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