Konflikt um Zschäpe-Verteidigerin spitzt sich zu

von Holger Schmidt

15.06.2015, von Holger Schmidt

Morgen um 09:30 Uhr soll der NSU-Prozess eigentlich weiter gehen. Doch das steht für mich in Frage. Denn Beate Zschäpe scheint weiter daran festhalten zu wollen, dass ihre Verteidigerin Anja Sturm als Pflichtverteidigerin entbunden wird. Über ihren Antrag und Sturms Stellungnahme habe ich berichtet. Nun hat sich Beate Zschäpe erneut zu Wort gemeldet: Sie erbittet vom Vorsitzenden Richter Manfred Götzl mit einem handschriftlichen Brief Fristverlängerung, um die Stellungnahme ihrer Anwältin zu prüfen. Denn: Sie kann sie nicht nachvollziehen und möchte „Rücksprache“ mit einem Anwalt nehmen. Bis Mittwoch scheint ihr selbst das möglich zu sein – und der Vorsitzende hat dem Wunsch auch entsprochen.

Abgesehen davon, dass dieser Schritt für mich ein weiterer Beleg für Zschäpes ausgeprägtes Selbstbewusstsein ist, stellen sich zwei Fragen:

1. Wird bis zur Klärung der Angelegenheit weiter verhandelt? Das wäre möglich, wenn der Senat es für heilbar hält, falls Anja Sturm wirklich ausscheidet / ausscheiden muss ...

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