Laufzeiten eines Franchisevertrages – zu lang oder zu kurz?

von Martin Niklas

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Einer der kritischsten Punkte aus Sicht eines Franchisenehmers, im Vergleich zu einem ungebundenen selbstständigen Unternehmer, ist die Problematik der dauerhaften Bindung an den einmal unterzeichneten Franchisevertrag. Während ein ungebundener selbständiger Unternehmer seinen Betrieb einfach schließen kann, wenn er nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann, so bleibt der Franchisenehmer an den abgeschlossenen Vertrag, und insbesondere an die dort enthaltene Vertragslaufzeit gebunden. Der Franchisegeber kann also verlangen, dass der Franchisenehmer trotz völliger Unrentabilität sein Geschäft bis zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit fortführt.

Feste Vertragslaufzeiten liegen im beiderseitigen Interesse

Zugegebenermaßen ist dies bei vielen Franchisenehmern immer wieder ein Problem, andererseits liegt es auch in der Natur des Franchising, dass in der Regel Verträge mit einer bestimmten Laufzeit vereinbart werden, die nicht vorzeitig und jederzeit gekündigt werden können. Denn zum einen will der Franchisenehmer selbst erreichen, dass sich seine anfangs getätigten Investitionen amortisieren können, und dass er irgendwann in die Gewinnzone gelangt, ohne dass ihm der Franchisegeber einfach das Vertragsverhältnis kündigen kann. Umgekehrt kann es auch nicht im Interesse des Franchisegebers sein, sein gesamtes Know-how und sein Geschäftskonzept einem Franchisenehmer zu überlassen, damit dieser nach kurzer Zeit den Franchisevertrag wieder kündigt und möglicherweise in derselben Branche mit dem erworbenen Wissen als Wettbewerber auftritt. Bestimmte Mindestlaufzeiten eines Franchisevertrages sind also meist in beiderseitigem Interesse ...

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