Das vernetzte Auto, die Fitness des Fahrers und der Datenschutz

von Clemens Grünwald

Mit dem vernetzten Auto haben wir uns bereits an mehreren Stellen befasst. Ein Aspekt, der in der aktuellen Diskussion bislang wenig Berücksichtigung findet, ist die gesundheitliche Überwachung des Fahrers.

Ausgehend von ca. knapp 5.500 Kollisionen, die nach offiziellen Angaben jährlich in Deutschland infolge körperlicher und geistiger Mängel mit dem Auto verursacht werden, hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) dies zum Anlass genommen, bislang unerklärliche Autounfälle zu untersuchen. Das Ergebnis war, dass bei 36 Prozent der Unfälle medizinische Probleme der Fahrer unfallursächlich waren. Ablenkung war nur in 26 Prozent der Auslöser für Kollisionen, gefolgt von Witterungs- und Alkoholeinfluss.

Aufgrund des fortschreitenden demographischen Wandels steigt die Anzahl älterer Autofahrer, die wegen möglicher körperlicher Defizite eine Gefahrenquelle im Straßenverkehr bedeuten können. Im Ausland gibt es deshalb regelmäßige Gesundheitsüberprüfungen älterer Autofahrer, die die Bundesregierung jedoch hierzulande nicht für erforderlich hält.

Abhilfe soll nach Vorstellung der Automobilindustrie vielmehr die Überwachung des Fahrzeuginnenraums durch Kameras und Sensoren schaffen. Hierdurch sollen sowohl der Gesundheitszustand des Fahrers wie auch dessen Aufmerksamkeit überwacht werden, damit dieser notfalls ein Warnsignal erhält und der Kurs des Fahrzeugs korrigiert wird. Beispielsweise arbeitet der Automobilzulieferer Continental an Innenraumkameras, die ermitteln sollen, ob der Autofahrer aktiv am Verkehrsgeschehen teilnimmt. Sollte letzterer unaufmerksam sein oder ein gesundheitliches Problem eintreten, vibriert der Fahrersitz und der Blick des Fahrers wird durch Leuchtelemente auf die Instrumententafel geführt. Als Indikator für die Aufmerksamkeit des Fahrers soll zudem dessen Augenlidschlag mithilfe einer Infrarotkamera überwacht werden ...

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  • Vernetztes Auto: Der Arzt fährt mit

    zeit.de - 20 Leser, 19 Tweets - Ältere Autofahrer zum Gesundheitscheck? Nicht nötig, wenn die Systeme kommen, die Autobauer gerade entwickeln. Sensoren überprüfen dann ständig die Fitness des Fahrers.

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