Veräußerungsgewinn | Beendigung eines Liebhabereibetriebs

von Einspruch aktuell

| Der Übergang zum Liebhabereibetrieb führt zu keiner Betriebsaufgabe, so dass, solange der Steuerpflichtige nicht ausdrücklich die Betriebsaufgabe erklärt, das Betriebsvermögen nicht unter Auflösung der stillen Reserven in das Privatvermögen überführt wird. Gleichwohl hat der Übergang zur Liebhaberei eine der Betriebsaufgabe ähnliche Wirkung. Denn die Fortführung des Liebhabereibetriebs ist mangels Gewinnerzielungsabsicht der steuerlich irrelevanten Privatsphäre (§ 12 Nr. 2 EStG) zuzuordnen. Das Vermögen wird als Privatvermögen angesehen, obwohl eine Betriebsaufgabe mangels Aufgabehandlung (noch) nicht vorliegt (FG Düsseldorf 16.10.14, 11 K 1509/14 E). |

Die Eheleute betrieben in der Rechtsform einer GbR ein Hotel, das über 18 Jahre hinweg über 13 Mio DM an Verlust erwirtschaftete. Nach einer längeren Phase der steuerlichen Liebhaberei wurde das Hotel auf Druck der Bank mit Verlust verkauft. Das FA kam jedoch unter Berücksichtigung stiller Reserven im Hotelgrundstück auf einen Veräußerungsgewinn.

Die Zuordnung zur Privatsphäre wirkt sich in der Weise aus, dass bei der Betriebseinstellung ein Betriebsaufgabegewinn zu ermitteln ist, der sich ausschließlich nach dem Wert des Betriebsvermögens im Zeitpunkt des Übergangs zur Liebhaberei richtet ...

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