Stundensatz beim Haushaltsführungsschaden

Die Stundensätze für die Berechnung eines Haushaltsführungsschadens waren lange Zeit in der Rechtsprechung umstritten. Schlussendlich kristallisierten sich Sätze im Bereich von 8 – 10 EUR pro Stunde heraus. Anhaltspunkte bieten hierzu Tarifverträge bzw. der ab 2015 gesetzlich fixierte Mindestlohn von 8,50 EUR. Der Betrag von 8,- EUR wurde zuletzt vom OLG München in seiner Entscheidung vom 21.03.2014 (10 U 1750/13) bestätigt.

Den Einwand, dass man für 8,- EUR keine Haushaltshilfe bekommen könne, kontert das Oberlandesgericht damit, dass im konkreten Fall ja gar keine Haushaltshilfe eingestellt war.

Dieser Betrag von 8,- EUR macht in gerichtlichen Auseinandersetzungen zumeist keine Probleme. Ein Sachverständiger wird allenfalls für den Zuschnitt des vorgetragenen Haushalts oder die konkret angesetzten Aufwände beauftragt. Erscheint der Vortrag plausibel wird das Gericht dies in aller Regel im Rahmen des § 287 ZPO (richterliches Ermessen) als gerichtsbekannt abgenickt.

Nunmehr hat das Landgericht Tübingen in seiner Entscheidung vom 10.12 ...

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