„Section Control“ – Die neue Art der Geschwindigkeitskontrolle

von Daniela Windelband

Man kennt es: Eilig mit dem Auto unterwegs, blitzt auf einmal die Radarfalle auf. Mist, schon wieder zu schnell gefahren. Das passiert auf bekannten Wegen nicht sehr häufig. Viele kennen die festen „Blitzer“ auf ihrer Strecke und passen ihr Fahrverhalten an eben diesen Stellen an. Anders sieht es bei mobilen Radarfallen aus, wie sie u.a. auch bei den sogenannten „Blitzmarathons“ zum Einsatz kommen. Das vorher bekannt gegeben wird, wo geblitzt wird, bestätigt die Argumentation für Geschwindigkeitskontrollen. Nicht etwa der monetäre Anreiz für die Steuerkassen ist der Hauptgrund, sondern die Tatsache, dass überhöhte Geschwindigkeit der Unfallversucher Nr. 1 ist.

Neuerungen auf dem Gebiet der Geschwindigkeitskontrolle

Die Geschwindigkeit auf einem längeren Abschnitt kontrollieren zu können, ist das Ziel der sogenannten „Section Control“. Dabei werden Autofahrer und Fahrzeug am Beginn und am Ende der Kontrollstrecke fotografiert und die Bilder jeweils mit einem Zeitstempel versehen. Aus diesen beiden Zeitstempeln lässt sich dann die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnen und feststellen, ob man zu schnell gefahren ist. Das Ganze funktioniert sowohl bei einer 3km langen Strecke als auch bei Strecken die mehrere hundert Kilometer lang sind. Dann genügt es nicht mehr, mal kurz den Fuß vom Gas zu nehmen. Die Technik wird bereits unter anderem in England, Schottland und Österreich eingesetzt.

Kommt die Technik nun auch nach Deutschland?

Niedersachsen möchte nun als erstes Bundesland die „Section Control“ einsetzen. Doch bisher liegt weder eine Genehmigung durch die niedersächsische Datenschutzbeauftragte noch durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt vor.

Datenschutzrechtliche Probleme

Kritiker sehen die informationelle Selbstbestimmung des einzelnen Autofahrers gefährdet, wenn alle Autofahrer fotografiert werden. Auch die Gefahr der Zweckentfremdung der Bilder ist ein nicht zu unterschätzendes Problem ...

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