Die EU-Erbrechtsverordnung – Was ändert sich für Todesfälle ab dem 17. August 2015?

von Julia Zeisler

Die Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) soll die Abwicklung von Erbfällen mit internationalem Bezug erleichtern. Sie gilt für alle Todesfälle ab dem 17. August 2015. Was ist zu beachten?

Um eine bislang –bei Erbfällen mit internationalem Bezug- möglicherweise eintretende sog. Nachlassspaltung zu verhindern, wird bei künftigen Todesfällen rechtlich an den gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers zum Zeitpunkt seines Todes angeknüpft. Für die Abwicklung des Nachlasses ist dann nicht mehr relevant, welche Staatsangehörigkeit der Erblasser hatte oder wo der Nachlass belegen ist. Beispielsweise ein deutscher Rentner mit Grundbesitz in Deutschland und weiterem Vermögen in Frankreich, der seinen Lebensabend in Südtirol verbringt, wird dann ausschließlich nach italienischem Erbrecht beerbt werden.

Der gewöhnliche Aufenthalt wird nach rein objektiven Kriterien festzulegen sein. Hierbei sind die gesamten Lebensumstände des Erblassers vor und bei seinem Tod zu bewerten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK