Gewinnstreben um jeden Preis?! Wenn die Chemie stimmt…

von Tobias Kreher

Eigentlich sollte es ein netter Abend für die Wiener Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) werden, als sie am 07. Juni 2015 auf der Geburtstagsfeier ihres Vorgesetzten Ernst Rauter (Hubert Kramar) erscheinen. Doch plötzlich ereilt die Partygesellschaft die Nachricht, dass die Frau des Kollegen Helmut Mader (Eugen Knecht) in einem Chemiewerk der Familie Wendler durch Flusssäure schwer verletzt wurde. Kurze Zeit später ist die Frau tot.

Polizeichef Rauter will, dass die beiden Kommissare den (Un)Fall unverzüglich aufklären, obwohl dieser eigentlich in die Zuständigkeit des Arbeitsinspektorats fällt. Vermutlich ahnt der Chef, dass sich solche offiziellen Ermittlungen lange hinziehen würden und letztendlich vielleicht nicht einmal ein Verantwortlicher gefunden wird. Ganz ähnlich denkt offenbar der Kollege Mader. Er verschafft sich Zugang zum Gelände der Chemiefabrik, greift den Chef an und würgt ihn. Dabei schreit er: „Ich bring euch alle um!“ Auf den ersten Blick erfüllt eine solche Äußerung den Tatbestand der Bedrohung gem. § 241 StGB. Jedoch muss die Ernsthaftigkeit dieser Äußerung in der konkreten Situation streng geprüft werden, insbesondere da sich der Kollege Mader, der durch den Unfall seine schwangere Frau verloren hat, während der Äußerung in einem Zustand momentaner Erregung befand.

Foto: Grey World

Die Ermittlungen zeigen, dass die Rettungskette im Betrieb funktioniert hat. Dennoch stimmt etwas mit dem ganzen Unternehmen nicht. Sabrina Wendler (Maria Köstlinger) versucht immer noch ihren Geliebten und Geschäftsführer der Wendler-Werke Viktor Perschawa (Michael Masula) vom baldigen gewinnbringenden Verkauf des Unternehmens zu überzeugen. Dafür richtet sie auch schon mal eine Pistole auf Viktor, der zunächst nicht weiß, dass das ganze nur Spaß ist. Doch selbst eine nur vorgetäuschte Bedrohung ändert an der Strafbarkeit der Sabrina nichts ...

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