Strafrechtliche Bewertung von Spam-Mails

von Jesko Baumhöfener

Strafrechtliche Bewertung von Spam-Mails Strafbares Verhalten der Versender

Jeder Internetbenutzer kennt die zahlreichen Spam-E-Mails, die täglich das E-Mail-Postfach füllen, im besten Fall jedoch vom Dienstbetreiber in den Spamordner verbannt werden.

Fingierte Absender und Infizierung des Rechners

Diese E-Mails enthalten meist unseriöse Angebote zu Glücksspielen, Geldanlagen oder Medikamenten. Häufig kommt es vor, dass Freunde, Bekannte oder Geschäftspartner die vermeidlichen Absender sind. So passiert es, dass Nachrichten angeklickt werden und so im schlimmsten Falle Viren oder Spähprogramme in den Computer eingeschleust werden. Andere Geschäftsmodelle setzen auf betrügerische Handlungen. Die Absender bedienen sich hierbei der Identität von Banken, Telekommunikationsanbietern oder Zahlungssystemen, wie z.B. PayPal. Bei genauerem Hinsehen, kann man jedoch erkennen, dass die E-Mail-Adressen, sowie angegebenen Webadressen leicht modifiziert wurden. Fällt ein Benutzer hierauf herein und gibt seinen Benutzernamen und persönliches Passwort ein, landn diese Daten direkt bei den Betrügern. In der Folge werden Bankkonten leer geräumt oder Zahlungssysteme missbraucht – zu Lasten des Betroffenen, der dann Mühe hat zu beweisen, dass er die Transaktionen nicht getätigt hat.

Erschleichen von Leistungen gem. § 265a StGB und Betrug gem. § 263 StGB

Nutzt der Spammer zum Verschicken seiner E-Mails als Unberechtigter einen kostenpflichtigen Server eines Dritten, kann hierin ein Erschleichen von Leistungen gem. § 265a StGB vorliegen ...

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