Die NSA und das Oberstübchen des RA Gsell aus Lauffen am Neckar

Lieber Herr Patrick Gsell,

auf Ihrer Internetseite teilen Sie der Welt mit: „Dank der heutigen Telekommunikationsmöglichkeiten, kann die Beratung auch aus der Ferne via Telefon, E-Mail, Whatsapp, iMessage, iFace, Skype (Videokonferenz möglich), Twitter, Facebook, Xing & Co erfolgen. Insofern berate und vertrete ich Sie nicht nur in der Region Heilbronn – Lauffen – Ludwigsburg – Stuttgart, sondern bundesweit bei flexiblen Sprechzeiten, sprich eine feste Sprechstunde gibt es nicht.“ Es entsteht für mich der Eindruck, als ob Sie Ihre Mandanten auch per WhatsApp und Skype beraten. Da könnten Sie jetzt noch erwähnen, dass Sie neben Deutsch und Mandarin 48 weitere Sprachen beherrschen – schließlich ist Skype in der Lage, zu übersetzen – und zwar simultan! Andererseits: Wussten Sie schon, dass über Skype Schadsoftware verteilt wird? Und dass die Spezies „Anwalt“ zu den bevorzugten Zielen der Cyberkriminalität zählt? Warum Sie ins Beuteschema der Kriminellen passen, lesen Sie bitte hier [PDF].

Nach diesen theoretischen Überlegungen komme ich zum unangenehmen Teil meines Briefs: Ist Ihnen weiter bekannt, dass seit dem 9.6.2013 ein weltweiter Geheimdienstskandal am Brodeln ist? Sollte dies wider Erwarten der Fall sein, so scheinen die diesbezüglichen Debatten weitgehend spurlos an Ihnen vorbeigegangen zu sein. So möchte ich Ihnen heute das Spionageprogramm AQUAINT (“Advanced QUestion Answering for INTelligence“ – „fortgeschrittene Fragen und Antworten für Geheimdienste“) vorstellen – damit sollen unsere Gedanken „vorhersagt“ werden: Was ‘denkt’ ‘X’ über ‘Y’?


Geheimdienste wollen auch Anwälten ans Oberstübchen; Bild: Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 2 ...

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