Streit um nicht bezahlten Sauerbraten landete vor Gericht

von Andreas Stephan

Das Amtsgericht in Auerbach (Sachsen) musste 2002 über die Klage einer Gastwirtin gegen eines Gastes entscheiden, weil dieser seinen bestellten Sauerbraten nicht bezahlen wollte.

Der Gast – seines Zeichens vom Beruf Restaurantfachmann – beschwerte sich, die Soße sei zu hell, mehlig und nach Schwein schmeckend. Außerdem sei das Rotkraut verkocht gewesen. Am Rinderbraten selbst und an den servierten Klößen hatte er jedoch nichts auszusetzen. Trotzdem ließ er die gesamte Bestellung zurückgehen und verweigerte die Zahlung. Auf die Kritik des Gastes hin wurde die Wirtin sauer und fühle sich in ihrer Ehre gekränkt. Zudem sah sie den – aus ihrer Sicht – bisher guten Ruf ihres Restaurants in Gefahr.

Nachdem sie zunächst die Polizei rief und diese ihr geraten habe, das Gericht vorübergehend von der Rechnung zu streichen, um den offenen Betrag von ca ...

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