So geht es einfach nicht (Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren)

von Carl Christian Müller

Mehrfach habe ich bereits berichtet, welche Ansätze die Verteidigung hat, wenn dem Betroffenen in einem Bußgeldverfahren eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorgeworfen wird, wobei die gefahrene Geschwindigkeit aus dem verfolgenden Polizeifahrzeug heraus durch das Ablesen des nicht geeichten Tachos ermittelt wird (siehe etwa die Beiträge hier, hier und hier). Es liegt auf der Hand, daß hier zahlreiche Fehlerquellen eine Rolle spielen können. Um Ableseungenauigkeiten und einer Fehlanzeige eines des nicht geeichten Tachos Rechnubg zu tragen, werden überwiegend 20% vom abgelesenen km/h-Wert abgezogen. (Manche Gerichte verwenden etwas kompliziertere Regeln zum Toleranzabzug).

Damit ist es indes nicht genug:

  • Das verfolgende Fahrzeug hat einen ungefähr gleichbleibenden Abstand einzuhalten.
  • Dieser Abstand darf – abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit – ein gewisses Maß nicht überschreiten.
  • Zu dicht soll der Abstand auch nicht sein.
  • Insbesondere bei schlechten Sichtverhältnissen ist die Prüfung besonders kritisch vorzunehmen.

Mit diesen Voraussetzungen befassen sich die Bußgeldstellen eher selten ...

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