Untersuchungshaft trotz Untätigkeit von neun Monaten

Untersuchungshaft trotz Untätigkeit von neun Monaten

Die Verletzung des qualifizierten Beschleunigungsgebots in Haftsachen führt bekanntlich nicht (mehr) zur Haftentlassung, sondern zur Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots. Das ist vielleicht verfahrenshygienisch wertvoll, wird von den Betroffenen aber als blanker Zynismus verstanden.

Dass der Feststellungsanspruch das qualifizierte Beschleunigungsgebot in Haftsachen faktisch abschafft, stört das Bundesgericht nicht; auch nicht nach neunmonatiger Verfahrenspause in einer Untersuchung, in welcher die Staatsanwaltschaft gar keine weiteren Beweiserhebungen durchzuführen gedenkt (BGer 1B_160/2015 vom 27.05.2015):

En l’espèce, il ressort du dossier qu’aucune mesure d’instruction – liée à l’avancement de la procédure – n’a été menée entre les derniers actes d’instruction (rapport de police du 20 mai 2014 et rapport d’expertise psychiatrique du 25 mai 2014) et l’audition finale du prévenu le 26 février 2015, soit durant près de 9 mois. Cette période d’inactivité est clairement contraire au principe de célérité tel qu’il est défini dans la jurisprudence susmentionnée, la détention provisoire du prévenu exigeant en outre une diligence particulière ...Zum vollständigen Artikel


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