Was tun bei Verweigerung des Umgangs mit dem Kind?

von RAin Lachenmann

„Mein Kind will nicht zu seinem Vater, ich werde mein Kind nicht zwingen!“ – so oder so ähnlich argumentieren viele Mütter/Väter bei einer Verweigerung des Umgangs zwischen dem getrennten Partner und dem gemeinsamen Kind.

Erst am 15. Januar 2015 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschieden (Beschwerdenummer 62198/11), dass ein Ordnungsgeld von € 300 für die Verweigerung des Umgangs mit dem Kind viel zu wenig sei. In dem entschiedenen Fall hat sich die Mutter über Jahre konstant geweigert, dem Vater sein Umgangsrecht einzuräumen, obwohl das Familiengericht dieses beschlossen hatte. Der Vater hatte wegen der Verweigerung des Umgangsrechts beim Familiengericht beantragt, ein Ordnungsgeld von € 3.000 gegen die Mutter zu verhängen.

Laut EGMR stelle das zu niedrige Ordnungsgeld bei dauernder Verweigerung des Umgangsrechts eine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 EMRK (Europäische Menschenrechtskonvention) dar. Die niedrige Summe habe keinen erzwingenden Effekt auf die Mutter gehabt.

Wichtig: Der das Kind betreuende Elternteil hat die Pflicht, den Umgang mit den anderen Elternteil zu fördern, um mögliche Loyalitätskonflikte dem Kind zu ersparen (z. B ...

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