Küche & Co richtig aufmöbeln

von Esther Wellhöfer

Möbel und Einrichtungsgegenstände können zeitlos sein. Doch manchmal muss das Mobiliar ausgetauscht werden oder man gönnt sich endlich die schicke Einbauküche oder den lang gewünschten Einbauschrank. Allerdings verläuft bei Kauf, Lieferung und Einbau von Küchen und anderen Einrichtungsgegenständen nicht immer alles reibungslos. Das Redaktionsteam von anwalt.de zeigt anhand einiger Beispiele aus der Praxis, welche Rechte Käufern beim Möbelkauf zustehen.

Schlaflos wegen Couchgarnitur

Eine Couchgarnitur bereitete dem Kunden eines Möbelhauses schlaflose Nächte. Im Laden hatte er ein Schlafsofa zum Ausziehen bestellt. Zwar war das Modell nicht vor Ort vorhanden, der Verkäufer versicherte jedoch, dass das ausziehbare Teil dem eines anderen Modells entspreche, das dem Kunden vorgeführt worden war. Als die Schlafcouch geliefert wurde, stellte der Kunde jedoch fest, dass das ausziehbare Teil einen Defekt hatte. 5 cm fiel das Liegeteil ab. Das Amtsgericht (AG) Frankfurt am Main bestätigte, dass sich die Couch deshalb nicht zum Schlafen eigne, und sprach dem Kunden einen Anspruch auf Wandelung des Kaufvertrages zu (AG Frankfurt a. Main, Urteil v. 31.05.1996, Az.: 30 C 1466/95-71).

Küche ist nicht gleich Küche

Die rechtliche Einordnung des Mobiliarerwerbs kann entscheidend für die Gewährleistung sein. Als Vertragsarten können sowohl Kaufvertrag als auch Werkvertrag in Betracht kommen. Handelt es sich um eine „maßgeschneiderte“ Küche, die passgenau auf die Räumlichkeiten eingebaut wird, ist das Vertragsverhältnis als Werkvertrag zu qualifizieren. Eine Standard-Küchenzeile oder eine gewöhnliche Küche in U-Form sind dagegen nach Kaufrecht zu beurteilen (AG Minden, Urteil v. 05.02.2013, Az.: 26 C143/12). Auswirkungen hat dies etwa auf die Verjährung von Ansprüchen ...

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