Italienisches Gewährleistungsrecht: Was gilt bei Verkauf von Waren in Italien an italienische Verbraucher?

EU-Recht schafft zwar europaweit bestimmte Gewährleistungsregeln für den Verkauf von Waren an Verbraucher. Gleichwohl kann nicht davon gesprochen werden, dass das Gewährleistungsrecht in der EU voll harmonisiert ist. Daher bleiben für den Onlinehändler die verschiedenen nationalen Regeln wie hier die italienischen Regeln zum Gewährleistungsrecht wichtig.

Die IT-Recht Kanzlei berücksichtigt die italienischen Regeln zum Gewährleistungsrecht bei der Ausarbeitung ihrer italienischen Rechtstexte.

Insbesondere die EU-Richtlinie 1999/44/EG und die EU-Verbraucherrechterichtlinie 2011/83 regeln bestimmte Einzelaspekte des Verbrauchgüterkaufs. Gewichtige Fragen des Gewährleistungsrechts werden nach wie vor durch italienisches Recht bestimmt. Im Folgenden soll das italienische Gewährleistungsrecht beim Verkauf von Waren an Verbraucher vorgestellt werden. Die Verbraucherrechte gegenüber dem Händler (B2C) im Gewährleistungsfall werden durch das italienische Verbrauchergesetz (Codice del Consumo) bestimmt. Gesetzeszitate beziehen sich im Folgenden auf dieses Gesetz. Ähnlich wie nach französischem Recht wird das italienische Recht der gesetzlichen Gewährleistung unter dem Begriff „Garanzia legale di conformità“ abgehandelt.

Wann ist eine Ware mangelfrei (Art. 128 ff)?

Die Ware muss dem vertragsgemäßen Gebrauch entsprechen und muss die beworbene Qualität aufweisen. Ein Mangel ist auch dann gegeben, wenn Materialien unsachgemäß eingebaut werden.

Rechtsbehelfe des Verbrauchers gegenüber dem Händler

a) Nachbesserung und Ersatzlieferung

Dies sind die vorrangigen Rechtsbehelfe des Verbrauchers. Der Verbraucher hat gegenüber dem Händler ein Wahlrecht zwischen Nachbesserung und Ersatzlieferung (Art. 130) ...

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