Information über Mediation (allgemein)

1. Charakteristika der Mediation

Mediation ist kurz gesagt die außergerichtliche Konfliktlösung durch Zuhilfenahme eines nicht entscheidungsbefugten Dritten.

Im Unterschied zur Gerichtsbarkeit bzw. Schiedsgerichtsbarkeit trifft der Mediator keine Entscheidung, sondern unterstützt die Parteien in ihrem Bemühen, eine Lösung zum beiderseitigen Vorteil zu finden.

Das Ziel eines Mediationsverfahrens ist der Abschluß einer bindenden Vereinba-rung.

Es handelt sich um ein freiwilliges Verfahren, dessen Kontrolle in jeder Phase bei den Parteien liegt. Jede Partei kann das Verfahren jederzeit beenden.

Das Verfahren ist vertraulich (im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren, das vom Grundsatz der Öffentlichkeit beherrscht wird).

Das Verfahren ist nicht förmlich, obwohl es bestimmten Regeln folgt, die zu Beginn - jedenfalls dann, wenn es sich um ein Verfahren größeren Umfangs handelt - in einem Mediationsvertrag zwischen den Parteien und dem Mediator festgelegt werden sollten. In einem Mediationsvertrag sollte z. B. die Hemmung einer etwa im Raume stehenden Verjährung während der Dauer des Mediationsverfahrens vereinbart werden.

Im Gegensatz zu einem Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren werden in der Regel keine Beweise erhoben, es gibt keine Darlegungs- und Beweislast, es gibt kein verspätetes Vorbringen und es ergeht - selbstverständlich - kein Urteil.

Der Mediator hat die Aufgabe, den Verhandlungsprozeß zu fördern, er überwacht die Fairneß des Verfahrens und hilft bei Lösungen. Wesentliche Aufgabe des Mediators ist es, von seinem Standpunkt der absoluten Neutralität und Unparteilichkeit aus die Problemlöseressourcen der Parteien auszuschöpfen und ihnen die Möglichkeit zu geben, diese optimal zu nutzen ...

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