Urteil zur Zumutbarkeit von landwirtschaftlichen Gerüchen

Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 01.06.2015 - 8 A 1760/13 Urteil zur Zumutbarkeit von landwirtschaftlichen Gerüchen Das OVG NRW hat sich in seinen Grundsatzurteilen mit der Frage befasst, in welchem Umfang im sogenannten Außenbereich Gerüche von Tierstallungen für Nachbarn zumutbar sind und ob eine strikte Obergrenze für derartige Gerüche existiert. Der Sachverhalt

Die Anwohner - selbst aktive bzw. ehemalige Landwirte - hatten gegen die den Betreibern erteilten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen geklagt und geltend gemacht, die zu erwartenden Geruchsimmissionen überstiegen das ihnen zumutbare Maß.

Aus dem Urteil

Im Außenbereich liege die Grenze des Zumutbaren grundsätzlich bei einem Wert von 15% sog. Jahresgeruchsstunden; das bedeute, stark vereinfacht gesagt, dass die Gerüche nicht häufiger als 15 % der Jahresgesamtzeit von Anwohnern wahrnehmbar sein dürften. Je nach den Gesamtumständen im Einzelfall seien bei landwirtschaftlichen Gerüchen (aus Tierhaltungsanlagen) auch Werte bis zu 25 % zumutbar ...

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