Mein Gegenüber, die Staatsanwaltschaft: Schneidig, aber ...

von Joachim Breu
... gelegentlich überfordert.
In einer aktuellen Sache hatte ich als Verletzen-Anwalt Nachermittlungen angeregt. Wir bewegen uns im Bereich der fahrlässigen Körperverletzung, der Beschuldigte soll Bauleiter sein. Nach Akteneinsicht merke ich an, dass bislang nichts außer einem polizeilichen Telefonvermerk ergibt, dass er und kein anderer am Vorfallstag diese Funktion hatte. Wie ich jetzt erfuhr, wanderte die Akte daraufhin zur Polizei zurück und die - unter allem kriminalistischen Spürsinn, dessen sie nach Anleitung der Ermittlungsbehörde fähig ist - schreibt den Beschuldigten und dessen mutmaßlichen Arbeitgeber an und bittet um einen Nachweis.
Es mag Kollegen geben, die daraufhin zum Mandanten gelaufen und den Arbeitsvertrag besorgt hätten, durchaus. Es gibt auch Situationen, in denen ich selbst das empfehlen würde - zum Beispiel um meinen Mandanten aus der Schusslinie zu bringen und den wirklich Verantwortlichen auf Schild zu heben, oder wenn mein Auftrag auf Gestaltung des Strafmaßes zielt. Deshalb hätte ich mich darüber allein noch nicht geärgert ...Zum vollständigen Artikel


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