Warum kein 5er-Aufsichtsrat?

von Ulrich Noack

Warum kann der Auf­sichtsrat einer (nicht mit­be­stimmten) Akti­en­ge­sell­schaft nicht aus 5 oder 7 oder 13 Per­sonen bestehen? Die posi­ti­vis­ti­sche Ant­wort ver­weist auf § 95 I 3 AktG: „Die Zahl muss durch drei teilbar sein.” Danach muss man sich in der Praxis richten, das ist klar. Aber man wird doch fragen: Warum ist das so? Wo liegt der Sinn der zwin­genden Drei­teil­bar­keits­regel? Die Ant­wort lautet: es gibt keinen.

Die Teil­bar­keit durch drei blieb vor über 20 Jahren stehen, als das Gesetz für kleine Akti­en­ge­sell­schaften und zur Dere­gu­lie­rung des Akti­en­rechts die Drit­tel­mit­be­stim­mung auf bereits beste­hende Gesell­schaften (dazu BVerfG v. 9.1.2014) sowie auf neue Gesell­schaften mit mehr als 500 Arbeit­neh­mern beschränkt hat. Seit dem 11.8 ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK