Sirius-Fall - BGHSt 32, 38

Die Lösungsskizze

A. Strafbarkeit A wegen §§ 212, 211, 25 I Alt. 2, 22, 23 I StGB

I. Vorprüfung

1. Nichtvollendung der Tat: B überlebte (+)

2. Strafbarkeit des Versuchs: Verbrechen (+)

II. Tatentschluss

1. Voraussetzungen § 25 I Alt. 2 StGB Entschluss zur Tötung gem § 212 StGB oder nur straflose Anstiftung zur Selbsttötung?

a) A kann mittelbarer Täter sein (+)

b) A benutzte B als Werkzeug (+)

c) A hatte überlegene Stellung aufgrund B´s Irrtum (+)

2. Subjektives Mordmerkmal: Habgier gemäß § 211 II StGB (+)

III. Unmittelbares Ansetzen gemäß § 22 StGB (+)

IV. Rechtswidrigkeit (+)

V. Schuld (+)

VI. Ergebnis (+)

Das Gutachten

A. Strafbarkeit A wegen versuchten Mordes in mittelbarer Täterschaft gem. §§ 212, 211, 25 I Alt. 2, 22, 23 I StGB

A könnte sich wegen versuchten Mordes in mittelbarer Täterschaft gemäß §§ 212, 211, 25 I Alt. 2, 22, 23 I StGB strafbar gemacht haben, indem er B dazu brachte, einen eingeschalteten Fön in das Badewasser zu werfen, während sie sich selbst in der Badewanne saß.

I. Vorprüfung

1. Nichtvollendung der Tat Die Tat wurde nicht vollendet, da B überlebte.

2. Strafbarkeit des Versuchs

Der Versuch müsste strafbar sein. Gem. § 23 I StGB ist der Versuch eines Verbrechens immer strafbar. Gem. § 12 I StGB ist diejenige Straftat ein Verbrechen, welche im Mindestmaß ein Jahr Freiheitsstrafe vorsieht. Sowohl der Mord, § 211 StGB, als auch der Totschlag, § 212 StGB, sehen eine Mindeststrafe von mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe vor. Demnach stellen beide Tatbestände Verbrechen gemäß § 12 I StGB dar.

II. Tatentschluss

Der A müsste einen hinreichenden Entschluss zu einer Tötung B´s gehabt haben. Der Tatentschluss ist die Vorstellung des Täters von der Tat ...

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