Arbeitsunfall durch Rückholung eines gestohlenen Rucksacks?

von Stephan Weinberger

Das Sozialgericht in Gelsenkirchen hatte im Oktober 2014 die Frage zu klären, ob einem Busfahrer, der während seiner Tätigkeit bestohlen wurde und den Bus verließ, um in den Vorgarten zu gelangen, in dem sich sein unmittelbar zuvor gestohlener privater Rucksack befand und sich dabei verletzte, die Anerkennung eines Arbeitsunfalles beantragen kann.

Der Kläger ist bei seiner “Rückholaktion” von einer Mauer zwei Meter tief in einen Vorgarten gesprungen. Danach vernahm er Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenks und des linken Fußes.

Für das Sozialgericht stand fest, dass es einen inneren Zusammenhang mit der Beschäftigung des Klägers gibt, wenn der Kläger die Wiedererlangung des Rucksackes im Wesentlichen zum Zwecke der Beschaffung der Dokumente, die er zur Ausführung seiner Tätigkeit als Busfahrer benötigte, beabsichtigt hätte.

Alternativ ging es davon aus, dass selbst bei einer unterstellten eigenwirtschaftlichen Verrichtung des Klägers eine Unterbrechung der versicherten Tätigkeit nicht ohne Weiteres den Wegfall des Versicherungsschutzes zur Folge hätte ...

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