Was zu erwarten war

von Mirko Laudon

Über den „Rabauken-Jäger“ und die eigenartige Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg und des AG Pasewalk hatte ich bereits in der vergangenen Woche berichtet. Der Nordkurier hatte über einen Jäger berichtet, der ein totes Reh an der Anhängerkupplung seines PKW über die Bundesstraße 109 schleifte und ihn deswegen als „Rabauken-Jäger“ bezeichnet. Dem Amtsgericht Pasewalk war diese vermeintliche Beleidigung 1.000 Euro Geldstrafe gegen den verantwortlichen Redakteur wert.

Strafantrag durch Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft

In einem Kommentar zum Urteil setzte Nordkurier-Chef Lutz Schumacher noch einen obendrauf und bezeichnete die Akteure als „Rabauken in Richter-Roben“. Es war zu erwarten, dass dies zu einer Reaktion führen würde, die bereits am Tag nach der Veröffentlichung in einem Strafantrag des Sitzungsvertreters der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg vorlag. Dieser fühlte sich durch die auf ihn bezogenen Äußerungen in dem Artikel beleidigt, wie aus einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hervorgeht.

Die darin veröffentliche Auffassung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg ist befremdlich ...

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