Anklage: Sterbehilfe – Martina Rosenberg – Über die Wichtigkeit einer Patientenverfügung

von Jessica Große Wortmann

Im März 2015 erschien das Buch “Anklage Sterbehilfe” von Martina Rosenberg. Die Autorin hatte bereits 2012 ein Buch veröffentlicht: “Mutter, wann stirbst du endlich?” und damit eine Debatte über die Situation von pflegenden Angehörigen ausgelöst.

“Anklage:Sterbehilfe” stellt eine interessante Frage: Wollen wir ihn einer Gesellschaft leben, die mitfühlende Angehörige zu Straftätern macht? Interessant ist diese Frage deshalb, weil die Frage ob Sterbehilfe in Deutschland erlaubt sein soll oder nicht, nach wie vor keine Antwort hat. Seit Jahren wird über eine höchstpersönliche Frage debattiert, diskutiert, philosophiert und sinniert. Während viele der Ansichten überholt wirken, müssen sich Sterbewillige jeden Tag mit der Frage auseinandersetzen ob Sie den Schritt gehen Angehörige ins Vertrauen zu ziehen und diese damit zu Straftätern zu machen.

Martina Rosenberg hat sich dieser Frage gestellt. Anhand eines realen Falls schildert Sie gleich mehrere schwierige Bereiche innerhalb dieser Fragestellung. Jan, im Juni 2012 wegen Totschlags im minder schweren Fall zu drei Jahren Haft verurteilt. Der zu diesem Zeitpunkt 26 Jährige Mann war auch ein Sohn. Der Sohn von Katharina. Eine lebenslustige Frau, eine Frau die schwere Zeiten im Leben gemeistert hat. Als Alleinerziehende Mutter zog sie ihren Sohn groß. Jan, der nicht immer eine leichte Kindheit hatte und in der Jugend rebellierte. Katharina liebte das Leben, war vielfältig unterwegs. In einem Reiturlaub passiert das Undenkbare: Sie hat einen Reitunfall. In einem Moment der voll Leben nur so strotzt, wird sie herausgerissen. Ohne Vorwarnung. Katharina erleidet schwerste Hirnverletzungen. Sieben Jahre lang liegt sie im Wachkoma. Sieben Jahre lang sehen ihr Sohn, ihr Mann und ihre Mutter einen Menschen der einmal Katharina war. Jan kann mit der Situation lange nicht umgehen ...

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