Wenn eine Kreuzfahrt und gleichzeitig ein Parkservice für den zur Anreise benutzten Pkw gebucht wird.

von Daniela Kühnlein

Das Kreuzfahrtunternehmen haftet für den Schaden an einem in einem öffentlichen Parkhaus abgestellten PKW dann, wenn

  • aus der Sicht des Reisenden
  • dieser mit dem Kreuzfahrtunternehmen einen Verwahrungsvertrag über seinen PKW abschließt.

Das hat das Amtsgericht (AG) München mit Urteil vom 19.03.2015 – 122 C 21221/14 – in einem Fall entschieden,

  • in dem der Kläger bei einem großen Kreuzfahrtunternehmen eine Kreuzfahrt ab und bis Genua sowie gleichzeitig einen Parkservice für seinen zur An- und Abfahrt benutzten Pkw gebucht,
  • das Fahrzeug bei Reiseantritt im Hafen von Genua an den Parkservice übergeben und
  • bei Rückgabe des Fahrzeugs nach Beendigung der Reise festgestellt hatte, dass diverse Kratzer an dem linken hinteren Radkasten, an der linken hinteren Türe und der rechten hinteren Türe vorhanden waren.

Das AG München verurteilte das Kreuzfahrtunternehmen,

  • das sich damit verteidigt hatte, dass der Parkhausbetreiber mit den Nutzern einen eigenen Mietvertrag abschließen und sie lediglich eine kostenpflichtige Parkplatzreservierung sowie die Parkplatzvermittlung vornehmen würden,

dazu, dem Kläger den an seinem Fahrzeug entstandenen Schaden zu ersetzen ...

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