Tierhalterhaftung gegenüber dem beauftragten Hufschmied

Ein beim Beschlagen von dem Pferd verletzter Hufschmied kann den Tierhalter ungekürzt aus der Tierhalterhaftung in Anspruch nehmen.

Der heute 49 Jahre alte Kläger, ein erfahrener Hufschmied aus Ochtrup, beschlug im Auftrag der beklagten Pferdehalter aus Ochtrup im Dezember 2010 den seinerzeit 13-jährigen Wallach auf einem Hof in Ochtrup. Bei der Ausführung der Arbeiten zog sich der Kläger aus zwischen den Parteien umstrittenen Gründen eine schwere Verletzung seines rechten Fußgelenks und oberen Sprunggelenks zu, die in der Folgezeit mehrfach operativ behandelt werden musste und den seit dem Unfall arbeitsunfähigen Kläger auch heute noch in seiner Bewegung einschränkt. Von den Beklagten hat der Kläger Schadensersatz verlangt, u.a. 50.000 Euro materiellen Schaden, 30.000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rente von 1.400 Euro.

Unter Berücksichtigung eines Mitverschuldens des Klägers hat das Landgericht der Klage dem Grunde nach mit einer Haftungsquote von 1/3 stattgegeben. Auf seine Berufung hat das Gericht dem Grunde nach ungekürzten Schadensersatz zuerkannt. Die Höhe des vom Kläger zu beanspruchenden Schadens wird in dem vor dem Landgericht fortzusetzenden Betragsverfahren zu klären sein.

Dem Kläger stehe - so das Oberlandesgericht Hamm – gegen die Beklagten ein Schadensersatzanspruch zu, der nicht durch einen Mitverschuldensanteil zu kürzen sei.

Die Beklagten hafteten dem Kläger als Tierhalter ...

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