Rezension Zivilrecht: Einführung in die Logik

von Dr. Benjamin Krenberger

Aichele / Meier / Renzikowski / Simmert, Einführung in die Logik und ihren Gebrauch, 1. Auflage, Beck 2015


Von Dr. Torsten Obermann, RiAG, Münster / Lüdinghausen



Eine Einführung in die Logik für Juristen? Warum sollten Studenten, Referendare, aber auch Praktiker sich ein solches Buch anschaffen? Die Autoren geben die beste Antwort selbst am Anfang des letzten Kapitels des Buches: „In Rechtswissenschaft und Rechtspraxis wird die Logik nicht besonders hoch geschätzt. Logik wird als banal angesehen. Für die Rechtserkenntnis und Rechtsanwendung soll es dagegen maßgeblich auf das „Werten“ ankommen, was immer das heißen mag. Demgegenüber eignet sich die Logik jedoch hervorragend dazu, Widersprüche und Scheinbegründungen zu entlarven. Das ist bei komplexen Argumentationen nicht immer einfach.“


Die rechtswissenschaftliche Diskussion setzt die Bildung von präzisen, aussagekräftigen Begriffen voraus. Dies erfordert sprachliche Disziplin. Von diesen Begriffen ausgehend kann außerdem nur dann überzeugend argumentiert werden, wenn die Begründungen widerspruchsfrei sind. Zwar ist eine widerspruchsfreie Begründung kein Beleg für die Richtigkeit des Ergebnisses, ebenso wenig vermag eine widersprüchliche Begründung das Ergebnis zu widerlegen. Es besteht aber im zuletzt genannten Fall jedenfalls ein Anlass, die eigene Auffassung erneut zu überdenken. Insofern erfordert eine saubere juristische Argumentation auch geistige Disziplin. Die Logik mit ihren formalen Aussagen und Wahrheitskriterien vermag ein Gerüst für eine derartige Disziplin der Sprache und der Argumentation geben.


Das Werk, welches aus einer Vorlesungsreihe für Jura- und Philosophiestudenten hervorgegangen ist, ist dementsprechend grob in zwei Teile gegliedert ...

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