Kommentar: Rückwärtsgewandte Energiepolitik wird Bundesregierung noch teuer zu stehen kommen

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Die im EEG-2014 festgelegten Ausbaupfade sind unzureichend, um das verpflichtende EU-Ausbauziel von 18% Erneuerbare Energien in Deutschland bis 2020 zu erfüllen. Das zeigt nun auch eine aktuelle Studie des Bundesverbands Erneuerbarer Energien (BEE) und des Bundesverbands Windenergie (BWE).

Die Bundesregierung ist also nicht einmal in der Lage, die Ziele zu erreichen, denen sie sich gegenüber den anderen EU-Staaten verpflichtet hat. Aber auch die eigenen, ohne hin schon viel zu schmalen Ausbaupfade werden voraussichtlich verfehlt.

Die Studie prognostiziert, dass der Windkraft in den kommenden Jahren ein vergleichbarer Einbruch droht, wie wir ihn heute schon bei Solarenergie, und Biogas, aber auch Wasserkraft und Geothermie sehen. Im Enddefekt würde dies einen drastischen Einbruch für den Neuanlagenbau in der Branche der Erneuerbaren Energien in Deutschland bedeuten. Ein Scheitern der Energiewende droht. Die BEE/BWE Studie „Aktuelle Szenarien der deutschen Energieversorgung“ errechnet, dass die aktuellen Pläne der Bundesregierung das Klimaschutzziel um 50 Millionen Tonnen CO2 verfehlen. Der aktuelle Kurs der Bundesregierung hat jedoch nicht nur fatale Folgen für den Klimaschutz. Das EEG-2014 stellt die Energiewende an sich in Frage und führt somit zu weiteren Beschäftigungsrückgängen in der Branche und befördert den weiteren Ausverkauf der deutschen Technologieführerschaft an China und die USA.

Neben der verpassten Chance für den Aufbau einer florierenden deutschen Erneuerbare-Energien-Industrie erschwert der derzeitige politische Kurs der Bundesregierung auch den Atomaussteig deutlich ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK