KfW: KfW-Kommunalpanel 2015 – Unterschiede zwischen den Kommunen nehmen zu

29. Mai 2015

Investitionsrückstand auf 132 Mrd EUR angewachsen / 69 % aller Kommunen blicken pessimistisch in die Zukunft, wenige erwarten einen Turnaround (7 %) / Kreditfinanzierung von Investitionen verliert an Bedeutung, der Eigenmitteleinsatz steigt.

Rund 132 Mrd. EUR beträgt der von kommunalen Experten aus Städten, Gemeinden und Landkreisen angegebene Investitionsrückstand im Jahr 2014. Damit ist er im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen (2013: 118 Mrd. EUR).

„In den Kommunen steigt das Bewusstsein für die aufgestauten Infrastrukturdefizite, und gleichzeitig wachsen die Bedarfe weiter, etwa für die Flüchtlingsunterbringung und -eingliederung oder die Inklusion“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, anlässlich der Vorstellung des KfW-Kommunalpanels 2015 heute in der Berliner Niederlassung der KfW.

Der im letzten Jahr verzeichnete leichte Anstieg der Investitionsausgaben habe daran noch nichts ändern können.

„In den nächsten Jahren könnte der Investitionsstau aber abschmelzen, da sich der Bund bei der Finanzierung von Sozialausgaben verstärkt beteiligt“, sagt Dr. Zeuner.

Das Investitionsvolumen ist im Jahr 2014 um 3 Mrd. EUR auf 28 Mrd. EUR gestiegen und wird auch im laufenden Jahr weiter anwachsen (Prognose: 31 Mrd. EUR). Zum prognostizierten Anstieg der kommunalen Gesamtverschuldung dürfte dies nur einen kleinen Teil beitragen. Trotz günstiger Rahmenbedingungen werden nur rund 22 % der Investitionen durch Kommunalkredite finanziert; der Eigenanteil liegt bei 44 %, den Rest steuern Bund und Länder bei ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK