Die innere Sicherheit: Überwachungsfirma nimmt sich eigenen Betriebsrat vor

Es sind schwere Vorwürfe, die der Essener Gewerkschaftsfunktionär Andreas Rech gegen das Sicherheitsunternehmen Kötter in Bielefeld erhebt: Ein Kampf gegen Betriebsräte werde hier geführt, so berichtet WAZ online. Rech müsste sich eigentlich auskennen, hat er doch vor seiner Zeit als Verdi-Sekretär selber bei Kötter gearbeitet.

Kötter ist ein Gigant: Der Branchenriese beschäftigt in Deutschland über 16.000 Mitarbeiter an mehr als 90 Niederlassungen. Konfliktträchtig scheint es vor allem am Standort Bielefeld zuzugehen. Dieser wurde erst im Herbst 2014 gegründet. Auch einen Betriebsrat gibt es hier. Der stellte fest, dass in der Nähe seines Büros unmittelbar nach dem Bezug eine Kamera montiert wurde. Gewerkschaftsmann Rech ist sich sicher, dass über Teile des Oberlichts das Betriebsratsbüro überwacht werden sollte. Nach einem arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren kam die Kamera schnell wieder weg.

Der nächste gravierende Streit entstand um das Gehalt des Betriebsratsvorsitzenden. Dieser war seit 2013 freigestellt. Vor seiner Freistellung arbeitete er als Revierfahrer. Das sind Mitarbeiter, die nicht stationär in einem Objekt arbeiten, sondern nach einem festgelegten Plan bestimmte Objekte innerhalb eines Reviers zur Überwachung anfahren. Nach seiner Freistellung erhielt der Kollege plötzlich 550 Euro weniger pro Monat als Gehalt überwiesen. Die Begründung des Arbeitgebers lautete: “Unterschiedliche rechtliche Auffassungen über die Behandlung einzelner Gehaltsbestandteile”. Bitte wie? Die Gewerkschaft intervenierte: Der BRV müsse natürlich auch nach seiner Freistellung das durchschnittliche Gehalt eines Revierfahrers erhalten ...

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