Air-Berlin muss Flughafengebühren im Flugpreis getrennt ausweisen

von Maik Sebastian

Maik Sebastian:

Die Fluglinie Air Berlin muss nach einem Urteil des Landgerichts Berlin ihre Internet-Angebote so ausgestalten, dass die Gebühren für den Flughafen gesondert ausgewiesen werden (Urt. v. 28.04.2015, Az. 16 O 175/14).

Auf der Internetseite der Fluggesellschaft war es zuvor so, dass dem Kunden beim Anklicken der Flüge der Flugpreis netto und „Steuern und Gebühren“ als Gesamtposten angezeigt wurden. Ein Verbraucherschutzverband mahnte Air-Berlin daraufhin ab, da seiner Ansicht nach der letztgenannte Posten differenziert nach Steuern, Flughafengebühren und den sonstigen Gebühren aufgeschlüsselt werden müsse.

Flughafengebühren sind getrennt auszuweisen

Im Klageverfahren stützte sich das Unternehmen im Wesentlichen darauf, dass die Flughafengebühren zum Buchungszeitpunkt noch gar nicht feststünden, weil sie von verschiedenen Faktoren abhingen, z.B. dem Flugzeugtyp und der Zahl der Passagiere.

Das LG Berlin folgte der Ansicht des klagenden Verbandes und bejahte einen Unterlassungsanspruch, da die Beklagte gegen Art. 23 Abs. 1 der VO (EG) Nr. 1008/2008 verstoße. Die „Flughafengebühren“ seien ein eigens auszuweisender Posten, der nicht unter die anderen Kosten zusammengefasst werden könne. Anders sei es nur dann, wenn die Kosten im Flugpreis selbst bereits enthalten sind ...

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