Skurriles aus Bayern

von Pablo Blessing

Ob dieser Prozess wirklich notwendig war? Ein Gast hat einen Wirt vor dem Amtsgericht München wegen einer Beschädigung seiner Zahnbrücke auf Schadensersatz verklagt. Was war passiert?

Der Gast hatte in dem bayrischen Lokal ein Nackensteak vom sogenannten Halsgrat – dem Schweinekamm – bestellt. Als der Gast herzhaft in das Fleischstück gebissen hat, sollen seine Zähne auf ein Knochenstück getroffen sein, wodurch seine Zahnbrücke gebrochen ist. Der Gast war der Ansicht, dass der Wirt vor dem Zubereiten und Servieren des Fleischstückes dieses auf etwaige Knochenstücke hin hätte überprüfen müssen.

Das Amtsgericht München hat diese Klage abgewiesen. Der Richter am Amtsgericht München stellte in seinem Urteil fest, dass ein auch nur durchschnittlich gebildeter Verbraucher wisse, dass es sich bei Fleisch um ein Produkt handelt, welches vom Tier stammt und dass somit in der ursprünglichen Form Knochen vorhanden sind, die bei der Zerteilung und Herstellung verbrauchsfertiger Portionen noch entfernt oder bearbeitet werden müssen. Der Gast hätte deshalb darauf vorbereitet sein müssen, dass das servierte Fleischstück auch noch Knochenreste enthalten kann. Etwas anderes hätte nur gegolten, wenn der Wirt das Gericht ausdrücklich als „knochenfrei“ angepriesen hätte, was hier jedoch nicht der Fall gewesen ist ...

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