Hinterrücks angesprungen und gezielt umgetreten

von Arno Lampmann

Hinterrücks angesprungen und gezielt umgetreten

Von Arno Lampmann, 28. Mai 2015

Ende letzter Woche erreichte uns ein Schriftsatz der gegnerischen Prozessbevollmächtigten in einem wettbewerbsrechtlichen Verfahren. Dort enthalten war die Erklärung, dass die Klage gegen unseren Mandanten zurückgenommen werde.

Es kann passieren, dass sich die Erfolgsaussichten eines gerichtlichen Vorgehens später ändern und es daher sinnvoll ist, eine erhobene Klage wieder zurückzunehmen. Bis hierhin somit nichts Besonderes.

Obwohl die Rücknahme einer Klage keiner Begründung bedarf, folgte jedoch eine ausführliche Erklärung, weshalb man sich entschlossen habe, im vorliegenden aber auch in anderen ähnlichen Verfahren mit anderen Beteiligten die entsprechenden Klagen zurückzunehmen.

Der gegnerische Anwalt wurde körperlich angegriffen

Der Kläger und seine Prozessbevollmächtigten seien inzwischen massiven Bedrohungen ausgesetzt. Ein Anwalt sei in der Nähe der Kanzlei hinterrücks angesprungen und dabei gezielt umgetreten worden. Danach sei noch mehrfach auf seinen Kopf eingetreten worden. Auch aufgrund weiterer Bedrohungen nehme man an, dass diese Gewalttat im Zusammenhang mit einer Hetzjagd stehe, die durch unseriös agierende Kollegen initiiert worden sei. Diese habe zu einer völligen Verrohung in diversen Schriftsätzen aber auch anscheinend dazu geführt, dass eine oder mehrere Abgemahnte nun meinten, das Recht auf ihre Weise gestalten zu können. Unser Mandant werde von diesen Vermutungen jedoch bewusst ausgenommen. Aufgrund dieser unkalkulierbaren Bedrohungssituation könne man aus Gründen des Selbstschutzes und des Schutzes des Mandanten nicht mehr verantworten, das Verfahren weiterzuführen.

Wir können natürlich nicht mit Sicherheit sagen, ob sich dies alles wirklich so zugetragen hat. Andererseits ist es unwahrscheinlich, dass ein Rechtsanwalt dies alles erfinden sollte ...

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