AG HH-Barmbek verurteilt den bei der HUK-Coburg versicherten Halter zur Zahlung gekürzter Sachverständigenkosten (815 C 22/15 vom 26.05.2015)

Mit Urteil vom 26.05.2015 (815 C 22/15) hat das AG HH-Barmbek den bei der HUK-Coburg versicherten Halter zur Zahlung gekürzter Sachverständigenkosten in Höhe von 78,45 € zzgl. Zinsen verurteilt.

Das Gericht geht zwar richtig davon aus, dass es bei der Prüfung der Notwendigkeit iSd § 249 Abs. 2 BGB auf die Gesamtsumme der Kostenrechnung und NICHT auf die Einzelpositionen ankommt. Allerdings wirdauch hier mit einer falschen Begründung die Erstattung der Kosten einer Halteranfrage abgelehnt.

Die Entscheidungsgründe:

Gemäß § 495a ZPO bestimmt das Gericht das Verfahren nach billigem Ermessen. Innerhalb die­ses Entscheidungsrahmens berücksichtigt das Gericht grundsätzlich den gesamten Akteninhalt.

I. Die zulässige Klage hat im tenorierten Umfang Erfolg.

1. Der Kläger hat einen Anspruch gegen den Beklagten auf Zahlung restlichen Sachverständigen­honorars in zuerkannter Höhe aus abgetretenem Recht gemäß §§ 7 Abs. 1 StVG, 823 Abs. 1, 249 Abs. 2, 398 BGB.

Der Beklagte haftet unstreitig dem Grunde nach für die Schäden aus dem streitgegenständlichen Unfallereignis vom xx.xx.2014 zu 100 %.

Der Kläger ist aktivlegitimiert, da der Geschädigte, Herr X, seinen Ersatzanspruch für die durch die Gutachtenerstellung des Klägers angefallenen Sachverständigenkosten am 21.10.2014 an den Kläger abgetreten hat (Anlage K1).

Der Kläger kann Ersatz des geltend gemachten, restlichen Sachverständigenhonorars von 78,45 € verlangen.

Denn die von dem Kläger abgerechneten Sachverständigenkosten waren in voller Höhe erforder­lich im Sinne von § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB.

Nach dieser Vorschrift hat der Schädiger den Geldbetrag zu zahlen, der zur Wiederherstellung der beschädigten Sache erforderlich ist ...

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