Urteil: Arbeitsunfall durch Wiedererlangung eines gestohlenen Rucksacks?

Sozialgericht Gelsenkirchen, Urteil vom 28.10.2014 - S 37 U 238/13 Urteil: Arbeitsunfall durch Wiedererlangung eines gestohlenen Rucksacks? Ein Busfahrer, der während seiner Tätigkeit bestohlen wurde und den Bus verließ, um in den Vorgarten zu gelangen, in dem sich sein unmittelbar zuvor gestohlener privater Rucksack befand und sich dabei verletzte, klagt auf Anerkennung eines Arbeitsunfalles. Der Sachverhalt

Der Kläger, der während seiner Tätigkeit als Busfahrer bestohlen wurde und den Bus verließ, um in den Vorgarten zu gelangen, in dem sich sein unmittelbar zuvor gestohlener privater Rucksack befand, hatte mit seiner Klage auf Anerkennung eines Arbeitsunfalles Erfolg.

Bei der Wiedererlangung des Rucksackes ist der Kläger von einer Mauer 2m tief in einen Vorgarten gesprungen und hat im Anschluss Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenks und des linken Fußes verspürt.

Die Entscheidung

Das Sozialgericht sah unzweifelhaft einen inneren Zusammenhang mit der Beschäftigung des Klägers, wenn der Kläger die Wiedererlangung des Rucksackes im Wesentlichen zum Zwecke der Beschaffung der Dokumente, die er zur Ausführung seiner Tätigkeit als Busfahrer benötigte, beabsichtigt hätte ...

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