Tödlich vom Speer getroffen – kein Arbeitsunfall

von Thorsten Blaufelder

Die Witwe eines tödlich von einem Speer getroffenen Kampfrichters erhält keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Denn ein Kampfrichter ist nicht wie ein Arbeitnehmer, sondern ehrenamtlich „aus Liebe zum Sport“ tätig, wie das Sozialgericht (SG) Düsseldorf in einem am Mittwoch, 20.05.2915, bekanntgegebenen Urteil entschied (AZ: S 1 U 163/13).

Der 74-jährige Ehemann der Klägerin war lizenzierter Kampfrichter für Wettkämpfe der Leichtathletik. Bei einem Wettkampf im August 2012 ging er, noch während der Speer in der Luft war, zu der Stelle, an der er den Aufprall vermutete. Dabei wurde er von dem Speer getroffen und tödlich verletzt.

Die gesetzliche Unfallversicherung erkannte dies nicht als Arbeitsunfall an. Mit ihrer Klage machte die Witwe geltend, ihr Ehemann sei zwar kein Arbeitnehmer, aber als „Wie-Beschäftigter“ einem Arbeitnehmer gleichzustellen gewesen.

Die gesetzliche Unfallversicherung sichert vorrangig Arbeitnehmer bei ihrer Arbeit sowie auf den Wegen dorthin und zurück ab. Versichert sind laut Gesetz aber auch Personen, die „wie Beschäftigte tätig werden“ ...

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