Einkommensteuer | Veräußerung einer Steuerberater-Einzelpraxis

von Einspruch aktuell

| Der Gewinn aus der Veräußerung einer Steuerberater-Einzelpraxis ist nicht gemäß § 18 Abs. 3, § 16, § 34 EStG tarifbegünstigt, sondern unterliegt als laufender Gewinn der Regelbesteuerung, wenn trotz Übertragung der wesentlichen Grundlagen der Steuerberaterpraxis, insbesondere des gesamten Mandantenstamms, die Übertragung – wie die weitere Entwicklung im Nachhinein zeigt – nicht endgültig ist (FG Köln 3.12.14, 13 K 2231/12; Rev. BFH VIII R 2/15). |

Unschädlich für die Gewährung der Tarifbegünstigung ist der Umstand, dass der Steuerberater mit Übertragung der Einzelpraxis auf den Erwerber bei diesem als freier Mitarbeiter auf Honorarbasis steuerberatend tätig wird. Ist zunächst eine definitive Übertragung aller wesentlichen Betriebsgrundlagen erfolgt, erweist sich jedoch diese Übertragung rückblickend nur als bloße Unterbrechung der bisherigen freiberuflichen Tätigkeit, steht dies nach Auffassung des FG Niedersachsen der Tarifbegünstigung des Gewinns aus der Praxisveräußerung entgegen ...

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