Ehe für alle: Warum Mehrheitsentscheid auch bei Minderheitsrechten nichts Schlechtes sein muss

von Maximilian Steinbeis

Die große Mehrheit der Iren hat bekanntlich letzte Woche dafür gestimmt, das verfassungsmäßige Recht zu heiraten für alle Geschlechterkonstellationen zu öffnen. Außerhalb des Vatikanstaats und der FAZ-Politikredaktion sind eigentlich alle sehr glücklich darüber, und selbst denen, die es nicht sind, fällt zur Begründung meist nicht mehr ein als ihr Bauchgefühl, was ja im Grunde äquivalent ist zu dem verschämten Eingeständnis, dass es nichts Vernünftiges dagegen einzuwenden gibt. Damit könnte man es eigentlich gut sein lassen und sich getrost dem Leeren weiterer Champagnerflaschen widmen.

Vielleicht ist das jetzt nur etwas für Verfassungsnerds, aber ein gewisser Irritationspunkt bleibt noch. Nicht diskriminiert zu werden ist ein Minderheitenrecht. Es schützt die Nicht-Mehrheit vor dem politischen Willen der Mehrheit ...

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